Meine Schiesskarriere
Zusammenfassung
Meine Schiesskarriere – von Urs Solèr
Meine schiesssportliche Reise begann 1982, als ich zur Schiesssektion UOV Chur kam, um erstmals mit dem StGw75 zu schiessen. Mein Vater war damals Vizepräsident des Vereins, und so war mir der Einstieg nicht nur technisch, sondern auch menschlich vertraut. Schon bald entdeckte ich zusätzlich das Pistolenschiessen für mich – ein Funke, der schnell zur Leidenschaft wurde. Mit meiner ersten eigenen Hämmerli 215 und der Unterstützung der Vereinskollegen machte ich meine ersten Schritte und lernte das Handwerk von Grund auf.
Es folgten Besuche der Schiessschule, die Trainerkurse 1 und 2 sowie der Schützenmeisterkurs Pistole. Auch im Vorstand durfte ich als Beisitzer erste Erfahrungen sammeln, bis ich später das Amt des 1. Schützenmeisters Pistole übernehmen durfte.
Nach einer intensiven Zeit beim UOV wechselte ich zur Schützengesellschaft der Stadt Chur, wo ich herzlich aufgenommen wurde. Bereits ein Jahr später wurde ich zum Sekretär gewählt. Zu meinen Aufgaben gehörten unter anderem die Mitgliederverwaltung, der Aufbau und die Betreuung der Webseite, die Verbandsadministration sowie die Beschaffung und Verwaltung der Munition – eine bedeutende Aufgabe bei damals über 200 Mitgliedern. Auch die Verantwortung für die Arvenstube sowie die Tätigkeit als Schützenmeister gehörten in diese Zeit.
Wann immer im Verein Unterstützung gebraucht wurde, war ich mit Freude zur Stelle. So engagierte ich mich in verschiedenen Organisationskomitees, etwa beim St.-Luzi-Schiessen, der Arge Alp, dem Calvenschiessen oder dem Drei-Hauptstädte-Schiessen. Später gründete ich zusätzlich das Revolverschiessen, ein Projekt, das viele Stunden Einsatz erforderte, mir aber ebenso viel Freude bereitete.
Im Jahr 2023 wurde ich zum Präsidenten der Stadtschützen gewählt. Die Aufgabe brachte zahlreiche Herausforderungen mit sich, insbesondere im Bereich der Weiterentwicklung des Vereins und der Mitgliederbetreuung. Trotz grossem Einsatz und spürbaren Verbesserungen – unter anderem der deutlichen Reduktion des finanziellen Verlustes – konnten wir im Vorstand nicht in allen Punkten eine gemeinsame Linie finden. An der Generalversammlung 2025 zeigte sich, dass die Vorstellungen über die finanzielle Ausrichtung auseinandergehen. Da mein Vorstand und ich die beschlossenen Massnahmen nicht mittragen konnten, entschieden wir uns, den Verein zu verlassen. Gemeinsam mit uns traten weitere engagierte Mitglieder aus, die sich daraufhin neuen Vereinen anschlossen und ihre Arbeit dort weiterführten.
Erfreulicherweise wurden viele der von uns angestossenen Projekte später dennoch weitergeführt – ein Zeichen dafür, dass unsere Ansätze richtig waren.
Im August 2024 wurde ich schliesslich einstimmig zum Präsidenten der VSC – der Dachorganisation der Schiessanlage Rossboden Chur – gewählt. Auch hier galt es, Strukturen zu erneuern und Organisation wie Abläufe weiterzuentwickeln. Diese Aufgabe erfüllt mich bis heute mit Freude und Motivation.
Chur im Dezember 2025